Microsoft Security Essentials

Microsoft bietet seit Herbst 2009 Besitzern einer validierten Windows-Installation kostenlos die sogenannten “Microsoft Security Essentials” an. Dabei handelt es sich um einen Echtzeit-Virenscanner, der auch On-Demand-Fähigkeiten besitzt, also manuell aufgerufen werden kann.

Die “Microsoft Security Essentials” hatten in der Beta-Phase nur mittelmäßige Scanresultate erzielt, mittlerweile halten sie jedoch mit rennomierten Virenscannern mit.

Durch relativ niedrige CPU-Auslastung und RAM-Verbrauch bewegt sich die Software performancemässig im oberen Bereich der für Privatanwender verfügbaren Virenscanner.

Die “Microsoft Security Essentials” haben nur sehr wenige Einstellmöglichkeiten. Prinzipiell ist das Programm auch laut Microsoft für 50-60% der Windows-Nutzer gedacht, die überhaupt keinen Virenscanner einsetzen. Das Programm ist durch die wenigen Einstellmöglichkeiten eher als Programmpaket konzipiert, das der Benutzer installiert und sich anschließend nicht mehr darum kümmern muß. Die Signatur- und Programmupdates geschehen automatisch über die in Windows bereits integrierte “Windows Update”-Funktion.

Ein Nachteil des Programms ist die automatische Teilnahme an “SpyNet”, einem Netzwerk von Microsoft, dem die “Microsoft Security Essentials” unaufgefordert Informationen von Dateien auf dem Rechner zuspielen, die von den Microsoft Security Essentials als Schadsoftware eingestuft wurden. Dies kann von sicherheitsbedachten Nutzern als eine Art Spionagefunktion aufgefasst werden; allerdings telefonieren auch andere Anti-Viren-Programme gerne nach Hause und übermitteln zur stetigen Verbesserung der Signaturdatenbanken Informationen über erkannte Schadprogramme an den jeweiligen Hersteller.

In mehreren Tests erkannten die “Security Essentials” über 98% der Viren aus einem Testrepertoire von mehr als einer halbe Millionen Schadprogrammen. Von 25 getesteten Rootkits, also Software, die unbemerkt Administrationstätigkeiten am befallenen Computer ausüben und somit die komplette Kontrolle über das System übernehmen kann, wurden alle 25 Kits erkannt. Sehr positiv hervorzuheben ist außerdem die Tatsache, daß keine “false positives” auftraten, also Fehlerkennungen bei denen unschädliche Software als Schadprogramm eingestuft wurde.

Fazit: Die “Microsoft Security Essentials” sind leicht zu installieren, ressourcenschonend, einfach zu bedienen und Produkt eines renommierten Herstellers. Letztere Tatsache kann je nach Betrachtungsweise als Vor- oder Nachteil gesehen werden. Allgemein lassen sich die Security Essentials als solides Antivirus-Programm all jenen empfehlen, die Windows verwenden und bislang aus Faulheit oder sonstigen Gründen keinerlei Antivirus-Programm auf ihrem Computer installiert haben.

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