Microsoft Patchday und Stuxnet

An heutigem Patchday hat Microsoft eine fast rekordverdächtige Zahl von 49 Sicherheitslücken in Windows geschlossen, die größtenteils von Stuxnet zur Infektion von Windowssystemen genutzt wurden.

Die von Stuxnet genutzten Injektionslücken -zumindest die bisher bekannten – wurden bereits zuvor geschlossen, dieses Mal handelte es sich bei den Bugfixes hauptsächlich um sogennante Privilege Elevation Bugs (Auch als Privilege Escalation bezeichnet), die das Ausführen von Schadcode mit höheren Rechten als jenen des Accounts, unter dem sie ausgeführt werden. In der Regel läuft ein Schadprogramm nach Ausnutzung eines solchen Bugs de facto mit Administrator-Rechten. Mindestens eine von Stuxnet genutzte Lücke bleibt auch knapp 5 Monate nach offiziellem Bekanntwerden des Schadprogramms noch offen und soll laut Microsoft erst zu einem späteren Zeitpunkt behoben werden.

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Sicherheitsprobleme bei Facebook, Facebooksperre bei Porsche

Durch ungenügende Sicherheitsabfragen gelang es einem bekannten Blogger, bei Facebook einen Fake-Account des Google-Top-Managers Eric Schmidt anzulegen. Da er zur Anmeldung bei Facebook die richtige Mailadresse von Schmidt verwendete (ohne selbst Zugang zu dieser zu haben), schlug Facebook anderen bei Facebook angemeldeten Industriegrößen vor, den vermeintlichen Eric Schmidt als Freund ins eigene Profil hinzuzufügen. Der Blogger Michael Arrington des IT-Magazins TechCrunch meldete einen Account mit dem Namen Eric Schmidt an. Da Facebook die Namen bekannter Persönlichkeiten nur zur Anmeldung freigibt wenn diese sich durch Angabe ihrer echten, bekannten Mailadresse verifizieren, trug Arrington die reale Mailadresse von Schmidt ein. Bei den meisten Webportalen wäre er nun nicht weitergekommen, da er den Link aus der Bestätigungsmail an Schmidts Account nicht aufrufen konnte. Facebook erlaubt jedoch auch nicht aktivierten Accounts, bestimmte Aktionen auszuüben, darunter das Einrichten des eigenen Profils samt Photo und das Versenden von Privatnachrichten. Da etliche Bekannte von Eric Schmidt bei Facebook angemeldet sind und ihre Mailaccounts von Facebook nach Adressen von Freunden zwecks automatischer Hinzufügung durchsuchen ließen, erging nunmehr an jene Bekannten von Schmidt von Facebook der Hinweis,  ihr Freund von Google habe sich nun auch einen Facebook-Account zugelegt.

Besonders peinlich wurde es, nachdem reale Bekanntschaften von Schmidt seinem vermeintlichen Facebook-Account Nachrichten mit privaten Inhalten zukommen ließen.

Zumindest vor den Angestellten eines großen Autobauers kann Schmidt sich ab heute sicher fühlen. Porsche hat mit sofortiger Wirkung alle Zugriffe auf Facebook, Xing und andere Tratsch-Plattformen gesperrt – aus Angst vor Geheimdiensten, die mit gefälschten Profilen Kontakt zu Mitarbeitern aufnehmen und sie ausspionieren.

Angetestet: Windows schneller und sicherer mit AppBooster

Unnötige Dienste und Programme, die sich ohne den Benutzer zu fragen in die Startleiste eintragen und bei jedem Systemstart mitgeladen werden, machen die meisten Windows-Rechner im Laufe der Zeit immer langsamer.

Windows-Nutzer können das Starten ungewünschter Programme beim Hochfahren verhindern, indem sie als Administrator den Befehl „msconfig“ unter „Start“ > „Ausführen“ eingeben. Dienste können über die Verwaltung in der Systemsteuerung permanent abgestellt werden, indem man sie – ebenfalls als Benutzer mit Administratorrechten – per Rechtsklick auswählt und den „Starttyp“ auf „Manuell“ oder „Deaktiviert“ ändert.

Dies ist allerdings für die meisten Nutzer zu umständlich, und die den einen oder anderen Service wie die Bluetoothdienste oder die Druckerwarteschlange braucht man vielleicht ab und zu.

Das in der Grundversion kostenlos erhältliche Programm AppBooster der Firma Appsmaker erledigt das Ausschalten und Neustarten beliebiger Windows-Dienste und Programme auf Knopfdruck. Während der Benutzer beispielsweise ein HD-Video von einer BluRay-CD ansieht oder ein Computerspiel ausführt, kann AppBooster automatisch unnütze Dienste und Programme abschalten um mehr RAM und CPU-Leistung freizumachen.

Nach Beendigung des Filmabends oder des Spieleabenteuers werden die Dienste von AppBooster ohne weiteres Zutun des Nutzers wieder gestartet.

Fazit: AppBooster ist eine durchdachte und ausgereifte Software. Ich fragte mich beim ersten Lesen der Beschreibung, warum zuvor noch niemand auf die Idee gekommen war, Windows-Dienste und Programme automatisch abzuschalten während ein bestimmtes Programm ausgeführt wird, das besonders viel Performance beansprucht.

Nachteilig erschien mir lediglich, daß AppBooster durch sein modernes Aussehen ebenfalls mehr Speicher als nötig belegt und somit womöglich einige der Performancegewinne wieder zunichte macht. Während Steuerprogramme, über 100 Megabyte RAM verbrauchende Grafikkartentreiber-Assistenten und Bluetooth-Software wohl nur bei den wenigsten PC-Benutzern regelmäßig benötigt sind und daher nicht bei jedem Systemstart geladen werden sollten, wäre gerade ein Programm wie AppBooster ein idealer Kandidat dafür.  Die Entwickler könnten beispielsweise zusätzlich zum normalen AppBooster-Programm für die Einstellungen und Hilfsfunktionen noch eine möglichst speichersparende, einfach gehaltene und kompakte Software für die Taskleiste in zukünfigen Versionen hinzufügen, die nur dem Überwachen der Prozesse und manuellen Auswählen gewünschter Profile dient.

Appsmaker ist auf Deutsch und Englisch erhältlich und kann kostenlos auf der Appsmaker-Homepage heruntergeladen werden.

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